Insolvenzverfahren EN Storage eröffnet

Das Insolvenzverfahren der EN Storage GmbH ist seit dem 2. Mai offiziell eröffnet: Die geschädigten Anleger erfuhren, dass das offizielle Insolvenzverfahren ´vom Amtsgericht Stuttgart unter dem Aktenzeichen Az.: 6 IN 190/17 eröffnet wurde. Rechtsanwalt Ralf Buerger, Herausgeber des geschädigten-Forums  www.en-geschaedigte.de: „Eigentlich ist das eine gute Nachricht, denn Anleger können jetzt ihre Forderungen anmelden und auf weitere Informationen hoffen.“

Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zeigt zudem, dass wenigstens so viel Werte vorhanden sind, um die so genannten Massekosten, also die Kosten des Verfahrens zu tragen. „Ob am Ende auch was für die Anleger übrig bleibt, steht in den Sternen!“ – Viel Hoffnung hat der Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht aus Hagen nicht: „Dazu haben wir schon zu viele Insolvenzen am Grauen Kapitalmarkt verfolgt – das Geld ist oft versickert.“ Auch im Fall EN-Storage lässt sich den bisherigen Aussagen des Insolvenzverwalters entnehmen, dass die wirklich heiße Spur zum EN-Vermögen noch nicht gefunden wurde. Der vermeintliche Schaden liege bei 90 Millionen Euro, wie man im Netz nachlesen kann. So viel Geld müsse vorhanden sein, um alle Verbindlichkeiten der EN-Storage GmbH zu bedienen.

Anleger sollten auf jeden Fall ihre Forderungen form- und fristgerecht bis zum 12. Juli 2017 beim Insolvenzverwalter anmelden. Parallel dazu rät Buerger dringend, die Vermittler der Kapitalanlage in die Schadensersatz-Haftung zu nehmen, auch die Buch- und Wirtschaftsprüfer und natürlich auch die Geschäftsführer sollten im Fokus von Bemühungen zur Schadensbegrenzung stehen.

Buerger: „Irgendwer hätte warnen müssen – aber im Gegenteil: noch zur Jahreswende wurde die Werbetrommel für diese Anlage gerührt. Es stellt sich die dringende Frage. Wer wusste frühzeitig, dass die Unternehmung EN-Storage am Ende ist!“

Was Anleger, die im Forum diskutieren am meisten entsetzt, ist die Tatsache, dass es einerlei Verbindungen zu den angeblich lukrativ arbeitenden Speicheranlagen gibt, auch angeblich im Direktinvestment von Anlegern gekaufte Anlagen gibt es schlichtweg nicht.